In jedem von uns schlummert eine kreative Ader

In jedem von uns schlummert eine kreative Ader

Hallo allerseits!

Ich bin Anajat und wohne seit frühester Kindheit in Berlin und habe in meiner beruflichen Biographie nie etwas mit Fotografie am Hut gehabt. Ich habe mich auch selbst lange nicht als kreativen Menschen betrachtet, da ich auch im klassischen Kunstunterricht in der Schule nicht wirklich gut war. So hatte ich auch in meinem alltäglichen Leben kein kreatives Hobby. Die Kreativität lebte ich wahrscheinlich im Basketballsport aus, den ich seit jungen Jahren im Verein praktizierte. Ein Wandel bahnte sich jedoch mit dem Beginn des Smartphonezeitalters an. Ich besaß zwar auch schon vorher eine Digitalkamera (eine kleine Canon Powershot, die ich von meinem Onkel geschenkt bekam), die mir auch schon damals Freude bereitete, aber der Mangel an kreativem Input brachte mich vermutlich nicht auf die Idee, auch etwas anderes als Freunde und Familie damit fotografieren zu können. Einer meiner frühesten Modelle war das Galaxy S3, das mich mit der damaligen Kamera in den Bann zog und ich fing allmählich an, immer mehr Fotos damit zu schießen. Der Unterschied zu der Zeit mit meiner Digitalkamera war jedoch, dass es mittlerweile Bildbearbeitungs-Apps gab und ich auch langsam damit anfing, die Bilder zu bearbeiten. Dies fing zunächst mit ganz schlichten Filtern an. Im Laufe der Zeit kamen jedoch mit immer weiteren Fotos auch immer neue Fragen auf: Wie kann man dieses oder jenes Foto noch anders schießen, wie haben andere bei Instagram dieses Motiv eingefangen? Warum wirkt dasselbe Motiv bei anderen besser oder schlechter als bei meinem Bild? Wie kann ich meine Fotos verbessern? Wie kann ich meine Bildbearbeitung verbessern? Diese Fragen traten mit der Zeit Schritt für Schritt hervor und hatten eine Menge Selbstrecherche zur Folge, sei es in schriftlicher Art oder in Form von YouTube Tutorials. Im Nachhinein wurde mir klar, dass diese ganzen Fragen und die einhergehende Verbesserung im Bereich der Fotografie eine simple Grundlage hatten: Dem einfachen Rausgehen und tatsächlichen Fotografieren. Nach einigen Jahren der Smartphone Fotografie entschloss ich mich dann eine Einsteiger-Kamera zu kaufen, um zu schauen, ob sich meine Leidenschaft auch auf eine Kamera fortsetzt. Den Kauf meiner Sony Alpha 6000 habe ich dann zu keinem Zeitpunkt bereut. Auch, wenn ich mittlerweile nach einigen Jahren der Nutzung und zig tausend geschossener Fotos die Möglichkeiten oder Grenzen dieser Kamera kenne, war das definitiv der richtige Schritt, in mein Hobby weiter zu intensivieren.

„Die beste Kamera ist diejenige, die du gerade bei dir hast.“

Jedoch entstehen nach wie vor eine Vielzahl meiner Fotos mit meiner Handykamera, da sich letztlich doch der Spruch bewahrheitet: „Die beste Kamera ist diejenige, die du gerade bei dir hast“. Und so entstehen auch viele meiner Fotos als Schnappschüsse, die ich unterwegs einfange. Meist flüchtige Momente, Situationen oder Orte, die ansonsten verfliegen bzw. ich diese nicht mehr aufsuche. Das ist es auch, was ich an der Smartphone-Fotografie so schätze: Einerseits, dass durch diese Momente eingefangen werden können, die früher mangels Equipment verflogen wären und andererseits, dass sie einen leichteren Zugang zum Einstieg in die Fotografie für jedermann ermöglicht. Mir fällt es selbst auch nach ein paar Jahren der Fotografie schwer, genau zu definieren, welche Nische ich bedienen möchte bzw. welche ich präferiere. Dafür gefallen mir einfach zu viele unterschiedlichste Stile der Fotografie, sei es von der minimalistisch Architekturfotografie über die Street Photography bis hin zu Naturaufnahmen. Würde ich mich diesbezüglich auf einen Stil beschränken, verlöre ich vermutlich schnell die Lust an der Fotografie, da ich es gerade als Herausforderung für mich betrachte, die verschiedensten Stile auf meine Art und zu meiner Zufriedenstellung zu meistern. Dementsprechend sieht meine Galerie auf den jeweiligen Social Media Plattformen aus: eine Ansammlung an bunt durchmischten Bildern.

"Was mich an der Fotografie auch noch nach all den Jahren begeistert, ist, dass sie mir eine Möglichkeit gibt, im Alltag ein kreatives Ventil zu haben."

Natürlich stammen die meisten meiner Fotos aus meiner Heimatstadt Berlin, doch merke ich auch immer wieder, dass ich z.B. im Urlaub mit einem anderen Enthusiasmus an die Fotografie herangehe. An mir unbekannten Orten verspüre ich stets eine neue Erkundungsfreude und damit einen größeren Drang, Fotos zu schießen. Denn wie ich für mich festgestellt habe, ist nichts ein größerer Kreativitätskiller, als ein geordneter Alltagsrythmus, weshalb ich im Urlaub stets eine andere Kreativität verspüre. 


Was mich an der Fotografie auch noch nach all den Jahren begeistert, ist, dass sie mir eine Möglichkeit gibt, im Alltag ein kreatives Ventil zu haben. Dies äußert sich auf verschiedensten Ebenen. Zum einen nehme ich meine Umwelt noch viel bewusster wahr, da ich es mir im Laufe der Zeit noch mehr angewöhnt habe, bei jedem Schritt und Tritt ein mögliches Fotomotiv zu entdecken und auch mehr auf Details zu achten. Zum anderen bringt mich die Fotografie regelmäßig aus meiner Komfortzone heraus und verleitet mich aufgrund der Neugierde (welche Schönheiten sich ansonsten verbergen könnten) dazu, oft in Hinterhöfe oder Treppenhäuser reinzuschauen, die ich früher nie aufgesucht hätte. Aber auch das anschließende Bearbeiten der Bilder auf meinem Handy gibt mir die Möglichkeit, jederzeit zu entspannen und das Bild nach meinen Vorstellungen anpassen zu können. 

 

"In jedem Menschen schlummert eine kreative Ader, die lediglich frei 'gekitzelt' werden muss."

Auch, wenn ich nach wie vor nicht denke, dass ich kreativer als andere Menschen bin, habe ich durch meinen unerwarteten Zugang zur Fotografie die Erkenntnis erlangt, dass in jedem Menschen eine kreative Ader schlummert, die lediglich frei „gekitzelt“ werden muss. Also lasst euch nicht entmutigen, denn der beste Weg zum Fortschritt ist ganz simpel: Rausgehen und Fotos schießen!

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